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Prinzipien

„Niemand ist eine Insel“
Dieses Zitat, von John Donne bereits an der Wende zum 17. Jahrhundert verfasst, ist in Zeiten der Globalisierung von besonderer Aktualität. Nicht nur ist jeder Mensch mit dem Rest der Menschheit eng verwoben, sondern mit der gesamten Lebewelt.

 


Die Erosion der Böden gerodeter Regenwälder trifft uns ebenso wie ertrinkende Eisbären oder der Rückgang des Edelweiß, wenn durch die Erderwärmung die Baumgrenze immer höher wandert.

Diese deprimierende Liste könnte man endlos fortführen, aber es ist produktiver, stattdessen ein paar Listen für ein nachhaltiges Alltagsleben, in diesem Fall hier „Grünleben“ zu erstellen.


Zuerst die Vorteile der naturnahen Grünplanung:


  • Wir schaffen Lebensräume für seltene heimische Pflanzen und Tiere

  • Diese lebendige Vielfalt bietet Erholungsräume für die ganze Familie

  • Gut geplante naturnahe Grünräume sind robust und pflegeleicht; es bleiben Zeiträume, Zeit für Schönes, nutzbare Zeit, Freizeit,...

 


Und nun die Prinzipien der naturnahen Grünplanung:

 
  • Wir verwenden heimische Pflanzen, sie sind am besten an unser Klima und an unsere Böden angepasst, von ihnen lebt eine Vielzahl von Tieren. So bauen wir ein Lebensnetz. (Was sind heimische Pflanzen? Siehe Publikationen) Wir sind nicht dogmatisch, im Privatgarten kann man durchaus auch ein paar fremde Lieblinge wie Pfingstrosen oder Sommerflieder setzen, in der freien Landschaft sollte man darauf verzichten.

  • Wir arbeiten mit der Natur, nicht gegen sie; wir planen so, dass es zu den örtlichen Gegebenheiten, Licht, Boden, Wind und Niederschlag passt; so nachhaltig, wie möglich.


  • Wir schaffen kleinräumige naturnahe Strukturen, ohne bereits bestehende naturnahe Flächen zu beeinträchtigen. (Sandhaufen, Komposthaufen, Totholzhaufen, Steinhaufen… Sie alle bieten Lebensräume für zahlreiche Tierarten. Gerade Feuchtgebiete, Teiche, Schwimmteiche fehlen in den meisten Landschaften.

  • Wir brauchen weder Torf noch Chemie, wir pflegen unsere Böden und düngen, wenn überhaupt nötig, mit Kompost.


  • Wir schützen unser Wasser; Regenwasser wird zum Gießen genutzt und zum Befüllen von Teichen (die schaffen auch noch ein angenehmes Kleinklima!) Das übrige Regenwasser darf durch unsere unbetonierten Wege und Plätze versickern und das Grundwasser speisen. Wir brauchen kein Trinkwasser zum Gießen.

  • Wir achten auf Transportwege und ethische Grundsätze. Sorry, aber ich will keine Schieferplatten aus Indien, an denen noch die Hautfetzen der Kinder, die sie gebrochen haben, hängen. Auch wenn diese Platten billiger sind als österreichischer Gneis. Mein Gartenweg soll auch nicht auf 8000km Reiseweg jede Menge Co2 Ausstoß produzieren. Also plane ich mit heimischen Materialien, die in den meisten Fällen auch haltbarer sind. Und man bekommt den heimischen Gneis auch noch in 5 Jahren, wenn man den Gartenweg erweitern will, indischer Schiefer dagegen ist dann vielleicht gnadenlos durch chinesischen Granit ersetzt. Und natürlich: wir nutzen auch rezyklierte Steine.


  • Wir planen für die Menschen, für die Kinder. Jeder Grünraum ist genau auf die NutzerInnen zugeschnitten, auf Ihre Bedürfnisse, jeder Grünraum ist individuell; Planung erfolgt nicht „von oben herab“, sondern in enger Zusammenarbeit zwischen Planerin und NutzerInnen.

 
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